Rückblick auf den Open Identity Summit 2025

OID Location 2025

Letzte Woche (22.+23. Mai 2025) fand endlich der Open Identity Summit 2025 in den Räumlichkeiten des UniCasinos der Universität der Bundeswehr München statt. Die Konferenz wurde von der Universität der Bundeswehr München bzw. FI CODE und ITIS e.V. mit der Gesellschaft für Informatik (GI) und dem Fraunhofer IAO veranstaltet, um akademische Innovationen mit praktischen Erfahrungen im Bereich der digitalen Identitäten zu verknüpfen. Die Wichtigkeit sicherer digitaler Identitäten hatte auch Christian Schunck beschrieben.

Die zwei Konferenztage starteten nach einer obligatorischen Begrüßung von Prof. Wolfgang Hommel jeweils mit einer Keynote. Sebastian Kurowski von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft beschrieb eindrucksvoll, wieso Kommunikation im Bereich der Informationssicherheit wichtig ist. Hierbei zeigte sich, dass Augenhöhe und Problemlösung essentiell sind. Dr. Dennis Eckhard vom Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zeigte den Zuhörern den Blickwinkel von Ethnografen auf digitale Identitäten und Forschungsprojekte. Insbesondere seine Erzählungen zu Beobachtungen der Teilnehmer in Wohnungen faszinierten.

Im Anschluss folgten die insgesamt fünf inhaltlichen Sessions zu unterschiedlichen Bereichen der digitalen Identitäten, wie dem EU Digital Identity Wallet, Human Factors und Trust. Beispielsweise ging es um die Rolle von EBSI in eIDAS, die wirtschaftliche Analyse von Cyber Security Innovationen, Phishing über audiovisuelle Kanäle (eine studentische Arbeit) und die Möglichkeit, Probleme in einer eID Wallet zu melden. Insgesamt zeigte sich, dass eIDAS 2.0 und damit verbunden eID Wallets ein wichtiges Thema ist. Die Einreichungen hierfür wurden als 9 Full Paper und 6 Short Paper bei der GI (Scopus‑Indexierung) veröffentlicht.

Die Pausen und insbesondere das Social Event am ersten Abend im UniCasino luden zusätzlich zum Socializen und Diskutieren mit den anderen Teilnehmern ein. Insgesamt waren über 25 internationale Experten insbesondere aus Deutschland, aber auch aus den USA und Kanada vor Ort. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gut gesorgt. Leider machte das Wetter es unmöglich, den Biergarten zu nutzen.

Als Local Organizer war ich froh, dass alles gut lief und die Interaktionen nicht zu kurz kamen. Die nächsten Local Organizers in Dresden werden sicherlich ebenfalls von Heiko Roßnagel und Christian Schunck (Conference Chairs) unterstützt.